Aberglaube oder Raunächte

Der Aberglaube mit der Wäsche in den Raunächten

Bei meiner Oma – geboren 1920 – galt die Regel: keine Schmutzwäsche ins Neue Jahr mit nehmen.
Sie war in einer großen Bauernfamilie aufgewachsen, in der es noch den Herrgottswinkel in der Stube gab – der gelebte Altar vor dem gebetet wurde, der immer sauber gehalten und frisch mit Wiesenblumen bestückt wurde. Trotz Kirchgänger-DaSein hätte diese Familie niemals den Altar für Gott und die Engel weg geräumt, nur weil es der Priester sagte…. Erzengel Michael beschützte den Hof, dem wurde täglich gedankt. Zu Lugh wurde für die baldige Ernte gedankt… etc. da vermischten sich immer noch die Alten Ahnenregeln mit den kirchlich christianisierten Vorgaben.

Woher ich dies über den Herrgottswinkel weiß? Oma erzählte davon, weil ich eines Abends, noch ein Zwerg im Kindergarten, wegen dem Herrgottswinkel fragte, warum der da ist. Oma sagte klar, wir danken Gott und den Engeln täglich, wir bitten um Hilfe, wenn wir welche brauchen und die Engel helfen immer.

Hier diese erste Regel war wie die Silvesterbrezel, die an Silvesterabend nach der Dämmerung zu backen war … ein heiliges Gesetz in der Familie.

Warum ich begründen kann was Aberglaube und was Realtität ist seht ihr in den folgenden Zeilen.
„Keinen Schmutz ins Neue Jahr tragen.“

Das hatte sehr viel damit zu tun, dass wir ab Wintersonnwende in einer Zeit der Schöpferkraft sind. Wenn wir hier für Ordnung, Wohlbefinden und Sauberkeit sorgen helfen wir der Schöpferkraft sich zu manifestieren. Doch Ihr seht noch mehr, wenn wir uns mit allem näher befassen.

Was für ein Durcheinander durch Aberglaube entstanden ist.

Nun heißt es in den Raunächten wird keine Wäsche gewaschen – welch ein Aberglaube, der durch die christianisierte Form entstand. Den Priestern war es gar nicht recht, dass sich die Ahnenregeln immer noch in den Familien hielten. Also legte man falsche Spuren.

Wie in meinem Text über die alten Sagen und den Raunächten, in der ich von der Wilden Jagd erzähle, zeige ich auf die Dunkelsten Nächte des Jahreskreises. Das sind die letzten 5 Tage VOR Wintersonnwende. Und ja, da hatte man wirklich keine Wäsche zu waschen, denn es waren früher meistens die kältesten Nächte des Jahres. Davon später mehr.

Sehen wir mal unterschiedliche Sichtweisen an, dann beruhigt sich unser Gemüt schnell, was die implizierten Aberglauben mit uns machen.

Unsere Vorfahrinnen arbeiteten an offenen Feuerstellen, mit Steinen gemauert, die Feuerstelle war gleichzeitig die Heizung. Wer hier nicht für Sauberkeit sorgte wurde krank. Dabei war gleich welche Jahreszeit es war, die Frauen hatten alles sehr ordentlich und sauber zu halten. Ihre damaligen Priester erinnerten sie daran, die Kräuterfrauen wussten davon und lehrten die Frauen über Gesundheit und Sauberkeit.

Mond und Sonne

Der Sonnen- und Mondstand waren den Alten wichtig, hatten wir früher hier in Europa einen Mondkalender veränderte sich der Zeitenplan mit dem heute immer noch gültigen gregorianischen Kalender. Mit dem gregorianischen Kalender wurden 12 Tage hinzugefügt, denn im Mondkalender war das Jahr lediglich 352 Tage lang. Durch diese Differenz legten die christianisierten Gebiete schnell die Raunächte auf diese „zusätzlich nötigen Tage“, was im Anschluss zu viel Aberglauben führte und zu einem energetischen Durcheinander.

Wir waschen und putzen VOR dem 16.12., danach halten wir erstmal 5 Tage Stille und ab 21.12. halten wir es mit der Sauberkeit – diese geht vor, damit sich unsere Schöpferkraft sauber entfalten kann.

Warum hielten die Priester der Druiden, die Dorfältesten „vor unserer Zeit“ es mit der Sauberkeit im Winter? Es war die gefährlichste Zeit zu erkranken, Wäsche wurde dann nicht draußen aufgehängt sondern nahe an der Feuerstelle im Haus, damit sie schnell trocknet und weg geräumt werden konnte. Der große Kachelofen bei dem Bauern den ich als Kind erlebte war im Winter oft zugehängt mit Wäsche…. Und nachts schlief man Obenauf, damit den Menschen warm geblieben ist.

Noch tiefer in die Jahrhunderte zurück sehen wir den Menschen, der mit der Natur lebte und sich an dieser orientierte. Die Priester der Alten Religionen waren verantwortlich für ihre Menschen und sie zeigten ihnen, wie man selbständig lebt und die Natur achtet, so auch Gesundheit, Wohlbefinden. Diese Priester reisten umher, zu Fuß, selten zu Pferd, zogen von Weiler zu Weiler und tauchten nur alle paar Jahre bei den Meisten auf. Also versuchten sie in jedem Weiler einen „Verantwortlichen“ heran zu ziehen, der darauf achtete, dass Wäsche im Winter nicht draußen aufgehängt wurde – wegen der Erkältungsgefahren.

Wurde die Wäsche in der eisigen Kälte draußen aufgehängt, war sie nach einer Stunde Bretthart erfroren, bewegten die Frauen sie dann, zerbrach sie – das konnten sie sich nicht leisten. Sie brauchten jedes Stück Stoff in ihrem Alltag. Bei Minusgraden Wäsche aufhängen …. die Erkältung wäre uns auch heute sicher.

In meinem Video über die Raunächte – braunes Erstbild – erkläre ich an einem weiteren Beispiel, warum dies der Wahrheit entspricht und nicht der Aberglaube.

Loslassen

Nicht die Raunächte selbst dienen dem Loslassen der Alten Energien des Jahres, sondern die Zeit der Wilden Jagd. Hier wird immer noch mit Angst versucht zu manipulieren. Die Wilde Jagd ist die Zeit von 15. bis 20.12. – und nicht einen Tag später, da die Wintersonnwende eben ab 21.12. stattfindet. Beobachten wir Mond und Sonne wird es schlüssig. Wir wissen alle, dass wir mit Angst die Dunkelkräfte nähren und den Dunkelkräften ist es mehr als Recht, dass die Raunächte durcheinander geraten sind, nach Aberglaube gehandelt wird. Das ist sicher nicht in unserem Sinn.

Wir sind heute in einer „Instant-Gesellschaft“ aufgewachsen – alles schnell zu konsumieren. Genau dies entspricht den Dunkelkräften und nicht unseren Herzen. Raunächte, Wunschrituale zelebrieren, degradieren immer mehr zu einer christianisierten Form, die mit Aberglauben zusammen gehalten werden. Die so genannten Sperrnächte – 12 Tage vor den Raunächten – sprechen davon.

Die Wahrheit ist eine Andere

Die Frauen nutzten in den Wintermonaten jedes Tageslicht um zu spinnen, filzen, Kleidung her zu stellen, Tücher, Bettdecken und mehr. Gerade in den kürzesten Tagen, war dies lebensnotwendig zumal keine Außenarbeiten zu verrichten waren. Die Männer reparierten so weit, was sie innerhalb vom Haus erledigen konnten. Es war zu kalt um Außen aktiv zu sein. Sie hatten ganz andere Minusgrade wie wir heute.

Das heißt alles was zur damaligen Zeiten geregelt war, entsprach deren Alltag. Im Winter wurde neue Wäsche vorbereitet – im Frühling und Sommer wurde gefärbt, weil dann die Pflanzen zur Verfügung standen um färben zu können. Ihr seht alleine an dieser Abfolge der Arbeit, wie sehr sich heute alles vermischt hat und nicht mehr der Natur gemäß gehandelt wird.

Alte Energien und Gegenstände

In der Zeit der Wilden Jagd vor der Wintersonnwende konnte innerhalb der Gemeinschaft des Weilers über das vergangene Jahr gesprochen werden. Was war nicht gut? Was ist in uns? Hier dies war die Zeit der Reflexion. In den Großfamilien oder Gemeinschaften trafen sich die Frauen und Männer an einem Ort, sie saßen zu mehreren zusammen und nicht wie heute jeder einzeln in seiner Wohnung. Die Frauen lehrten die Mädchen, die Männer zeigten den Burschen die handwerklichen Arbeiten. Es war die willkommene Zeit von Rat, Erziehung, Ausbildung. Hier fand der Mensch Trost, wer es benötigte. In dieser Zeit war es richtig sich über das Vergangene zu ärgern und es los zu lassen.

In vollem Bewusstsein über die Energien wurde Altes gehen gelassen. Da wurde mehr nach geforscht warum was geschah. Beispiel: alte Möbel, so defekt, nicht mehr zu reparieren wurden in diesen Tagen in den Feuerstellen verbrannt….

Die Menschen wurden mit der Christianisierung und der technischen Modernisierung lediglich von einer wundervollen Routine abgelenkt. Die Alten, Ahnen, Vorfahren von uns waren sich bewusst über Lebensziele und Pläne, denn ihre herum ziehenden Priester lehrten sie dies.

Ja, die Tore der Anderswelt stehen ab dem 16.12. sehr weit offen – eine der effektivsten Zeiten des Jahreskreises – und das dauert bis mindestens 04.01. an, häufig sind sie erst zum 10.01. vollständig geschlossen. Die Nebel die das ganze Jahr über zwischen uns liegen sind in dieser Zeit angehoben.

Es hat seinen Grund. Die Wilde Jagd steigt aus der Anderswelt während der Dämmerung auf, um am nächsten Morgen in der nächsten Dämmerung wieder abzusteigen. Hier werden all die Unheilen Energien, Altlasten entsorgt und transformiert.

Dass die Wäsche in dieser Zeit nicht draußen hängt wurde schon mit der vorigen Erläuterung logisch. Doch die Wilde Jagd könnte sie „energetisch beschädigen“ – das ist ein weiterer Grund warum wir nicht draußen aufhängen. Dies alles hat nichts mit den Nornen zu tun, die in den alten Religionen auch geachtet wurden, doch dann hätten unsere Vorfahrinnen in dieser Zeit nicht spinnen dürfen…. Ihr seht, da ist einiges vermischt und dazu erfunden worden. Geben wir während der Wilden Jagd die Wäsche raus ist sie nachher sicherlich wieder schmutzig, Schlamm, Wasser, Schneefall …. . Den Waschzuber nochmal raus holen, war zu dieser Jahreszeit extreme körperliche Arbeit, die gemieden wurde.

Also auch dass sich die Wilde Jagd in aufgehängter Wäsche sich verheddern könnte ist lediglich ein Aberglaube, der nichts mit der damaligen Lebensrealität zu tun hatte.

Windeln & Co.

Ehrlich, wer heute mit „Pampers“ arbeitet hat es schon sehr viel leichter. Doch wie war das bei den Vorfahren? Alte Leinen, Stoffstreifen wurden genutzt – ihr glaubt doch selbst nicht, dass diese nicht gewaschen wurden. Diese Stoffe wurden gebraucht, da gab es nicht so viel Stoff wie heute. Die Räume wurden von dem Gestank durchzogen – Sauberkeit war wichtig für Kinder und Erwachsene. Den Kräuterfrauen war es bewusst, dass Sterblichkeit der Kleinkinder mit Unsauberkeit zu tun hatte.

Wie ist das heute? Die Waschmaschine ist am laufen, wir haben genügend Kleidung der Kids, die kann trotz Stoffwindel oder durchsiffter PlastikWattewindel in die Waschmaschine. Ich weiß von was ich spreche, ich hab hier im Haus von den Mietern einen Raum vorgefunden, der stank bestialisch nach alter Windel, Flecken auf den Sperrholzplatten machten es erforderlich, dass ich alle Böden raus reißen ließ. Ja, diese Mieter hatten es nicht mit Sauberkeit, der Gestank war unmöglich.

Manche von Euch wissen, dass ich großteils die Pflege meines im Rollstuhl sitzenden Mannes übernommen habe. Er benötigt pro Woche 28 Bandagen wegen der Thrombosegefahr, diese sind durchtränkt von (selbst hergestellter) Creme aus Sheabutter und Zitronenöl. Echt jetzt, die kann ich doch nicht lassen, dann kann ich sie gleich weg werfen sollte ich sie drei Wochen liegen lassen statt zu waschen, da diese Rückstände ranzig werden.

Ich lass den Aberglauben wohin er gehört. Ich sehe die Realität unserer Ahnen wie von uns. Übrigens bestätigten mir dies die Engel schon vor vielen Jahren, daher handel ich genau so.
Reflektieren und Pause aller körperlichen Arbeit in den 5 Tagen vor der Wintersonnwende und danach halte ich alles auf sauberen Stand.
Der Aberglaube des Todes

Odin – in den christianisierten Folgejahren zu „Gevatter Tod“ verballhornt, der die Verstorbenen abholt. Ja, Gott Odin war auch der Gott des Todes, doch er hat sicher nicht die Fäden in der Hand gehabt, wie die Nornen, und durch seine Wilde Jagd für Zerstörung gesorgt. Gott Odin sammelte die Zerstörung ein, damit die Menschen davon befreit waren.

Unsere Ahnen lebten mit der Natur, ein Todesfall war daher normal, gehörte dazu, es war das schlichte Werden und Vergehen der Menschen, Pflanzen, Tiere. Ja, manchmal war es früher, manchmal normal zum Alter passend. Ich erinnere daran, dass die Menschen damals sehr viel körperliche Arbeit leisteten, und daher erschöpft sehr viel früher starben als es heute der Fall ist. Wer älter als 50 war galt als Weiser Mann oder Weise Frau.

Da Wäsche sowieso nicht draußen aufgehängt wurde, wie vor beschrieben, konnte die Wäsche nichts mit dem Todesfall zu tun haben.

Es war einfach Werden und Vergehen – Gott gefällig – in tiefer Demut empfangen und wieder her gegeben.

Schöpferkraft

In der Zeit der echten Raunächte ab 21.12. bis zum 04.01. gehen wir in uns, um heraus zu finden was denn unsere Herzenswünsche sind. In diesen Raunächten meditieren wir um unseren Herzen immer näher zu kommen. Hier bauen wir unsere Zukunft. Hier zeigen sich am ehesten die Bilder was wir denn in unseren Lebensplänen fest gelegt hatten, was wir erreichen mögen, was Teilziele und geplante Manifestationen sind.

Es gibt die Geschichte, dass sich ein Verstorbener von Paulus am Himmelstor empfangen lässt. Paulus bringt ihn in ein riesiges Haus, das voller großer und kleiner Pakete steht. Der Verstorbene frägt Paulus, was das für Pakete seien. Er erhält die Antwort, das sind alles die Geschenke, die wir Engel und Aufgestiegenen Meister Dir bringen wollten, manchmal hast Du sie dir nicht mal gewünscht, aber die meisten Geschenke kamen als „nicht abgeholt“ zurück.

Hier sind wir gefordert, das benötigen wir in den Raunächten. Unseren engen Zugang zu unseren Herzen, dem Seelensprachrohr, damit wir wissen was als Nächstes geplant war. Und dazu benötigen wir täglich eine kleine Zeit in der wir uns nach Innen richten. Dadurch sind nicht einfach 13 Wünsche da, die wir jetzt schon Anfang Dezember aufschreiben. Sondern es sind die echten Pläne, die wir im Inkarnationsvertrag festlegten. Ist dies nicht die schönste Form, diese Zeit so zu nutzen? Es ist die Zeit der stärksten Schöpferkraft und Liebe.

Die Ahnen und ich

Ihr seht, dass ich es nicht mit Aberglauben einher gehe. Die Energien auf der Erde haben sich geändert. Es ist eine Neue Zeit, die sich in unserem Alltag zeigt und wir gerne danach handeln dürfen.

Ich finde unsere Ahnen toll. Sie hatten so viel mehr Wissen, was wir manchmal mühsam über den spirituellen Weg erst wieder erarbeiten oder uns erinnern. Die Ahnen leben weder in der Anderswelt, noch werden sie von Göttern geholt. Wir haben alle einen Lebensplan, der irgendwann endet. Das war damals schon so und ist es heute immer noch.

Verbinden wir uns zurück, zur Natur, zu unseren Ahnen damit wir das in die Neue Welt hinein tragen was uns verbindet:

Der tiefe Glaube an alles was ist. In der Natur wundervoll zu beobachten.

Namasté

Verena Hort

29.11.2022

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