Gedanken: Die Hohe Kunst der heilen Beziehung – Teil I + II

Gedanken zum Bachgeplätscher“

Die Hohe Kunst der heilen Beziehung – Teil I

Bewusstsein ist alles – und Bewusstsein zwischen zwei Menschen, die sich verliebt haben, macht aus ihrer Beziehung etwas Besonderes. Besonders, da diese zwei Menschen miteinander vereinbaren gemeinsam zu heilen … in einer heilende Beziehung leben mögen.

Heilung geschieht in vielfacher Weise, da sind wir uns sicher alle einig. In einer bewusst gelebten Beziehung ist jeder Tag das „JA“ zum Partmer, zur Partnerin. Die Anziehung, das Gefühl Nähe in den Augen des Anderen zu erleben, der Magnet – die Liebe die aus alten Zeiten, vielen Vorleben wieder da ist. In bewusstem SEIN sich für diese Nähe entscheiden. Dies alles ist der Anfang einer besonderen Form der Heilung. In gelebter Form wächst sie, diese hohe Kunst einer heilen Beziehung.

Gesund wäre, wenn jede Beziehung so geführt wird. Wenn die Menschen erwacht sind um ihre Beziehungen immer so zu leben. Ich spreche nicht von Utopia, wenn ich sage bewusste Beziehungen sind möglich. Ich habe sie einige Jahre erlebt, bis mein damaliger Partner in einer Schockstarre hängen blieb, die ich nicht durchbrechen konnte. Ich versuchte mit meiner inneren Entwicklung wieder zurück zu unserer inneren Nähe zu kommen. Es war mir nicht gelungen. Was laut der Engel in unseren Lebensplänen nicht vorgegeben war.

Meine Überzeugung ist es, dass sich solche Beziehungen immer gestalten lassen. Da sich Gleiches anzieht und mit dem brennenden Wunsch der inneren Entwicklung einhergeht, werden sich immer mehr bewusste Menschen treffen.

Warum ich hohe Kunst der heilen Beziehung schreibe?

In dieser Beziehung lässt sich der Alltag nicht mehr mit dem flüchtigen Kuss zum Tschüss sagen leben. Hier geht es nicht um „was kochen wir heute, wohin gehen wir am Wochenende, mögen wir alleine sein, gehst du trainieren, arbeiten, wann kommst du zurück“ denn das sind die Kleinigkeiten die „wie nebenbei“ geregelt werden. In einer heilen Beziehung wird gelebt, gelacht, geliebt und angesehen. Miteinander. Einzeln. Wie es gerade entsteht.

Projektionen, auch Ärgernisse genannt, Wahrnehmungen des Einzelnen, subtil und subjektiv, werden in einer bewussten Beziehung gemeinsam geachtet und miteinander reflektiert. Projektionen von Beiden achtsam, liebevoll, sich gegenseitig haltend angesehen werden. Jeder weiß sich getragen von der gemeinsamen Nähe und Liebe, darf den inneren Schmerz zulassen und wird gerade deswegen respektiert. Respektiert, geachtet, weil wir uns nicht in den alten Themen verfangen, sondern lernend, weiter wachsend, gemeinsam lachend weiter gehen mögen.

Ist es die Angst, was uns erwartet, die uns zurückhält gerade diese Beziehung zu diesem Menschen einzugehen? Fühlen, spüren, wirklich hoch kommen lassen – in den meisten Fällen lässt sich Angst genau so annehmen, ohne weitere Tools anzuwenden. Immer wieder die Angst fühlen und wir sehen sie wird schwächer.

Dies wirkt gleich von Anfang an positiv auf die Beziehungsfähigkeit. Achtung des Partner entsteht und der Weg in die bewusste Beziehung ist geöffnet. Bewusste Beziehung, die hohe Kunst der heilen Beziehung ist Bewusstheit.

Die Hohe Kunst der heilen Beziehung – Teil II

Grundvoraussetzungen für die heile Beziehung?

Außer Liebe und Bewusstheit? Ja, da gibt es wohl einige. Ziel ist sicher gemeinsam diese Liebe zu leben und zu erhalten, die Entscheidung zu treffen, ja, zu diesem Gefühl zu sagen, das die Zwei verbindet. Und dies täglich. Dies mag in jeder Beziehung anfangs ein Ziel zu sein, die bewussten Partner kennen die Wege, wie dies zu leben ist.

Was in einer heilen Beziehung nicht mehr ist

Die gegenseitige Kontrolle, Manipulationsversuche und Machtspiele sind hier nicht vorhanden. 

Und wenn diese alten Versuche auftauchen sollten, dann wird es aufgedeckt, geklärt in verständnisvollen Gesprächen, Projektionen anerkennen, Hintergründe finden – sich gegenseitig haltend, selbst wenn die Gefühle noch so toben, denn jeder von den Beiden weiß, es sind die „alten Geschichten“, die Innen die Emotionen hoch schäumen lassen. Das Ego, das sich in der Vergangenheit verankert hat und sich eine friedliebende Zukunft immer noch nicht vorstellen kann.

Kein Gefängnis, kein Muss, kein Wollen, kein Besitzanspruch – es ist die innere Freiheit des Einzelnen, ich möchte genau diese Liebe leben. Gleichgültig welche Umstände, Berufe, bisherige Lebensläufe die Vorgeschichte der Partner beeinflusste, in der bewussten Beziehung erleben die Partner sich in der Begegnung im Jetzt.

Es gibt kein Streit, da bewussten Menschen immer zu jeder Zeit bewusst ist, dass alle Ideen, Streitquellen, selbst die offene Zahnpastatube die für Aufregung sorgt – eine Projektion ist, die sich mit Tools der Engel erlösen lassen (Spirits, Feen und Engel, Aufgestiegene Meister) und lediglich im Raum stehen, weil sie geheilt werden wollen. Das heißt Streit entfällt, da die innere Aufregung über den Partner als die eigene im Herzen verborgen liegende Verletzung wahrgenommen wird. Jeder Partner kennt den Weg in sich hinein, sieht bei sich selbst nach und erlöst die innere Aufregung selbst, ohne den Partner zu behelligen. Und dies alles, weil wir sofort erkennen, dass wir vom Partner getriggert wurden und es nichts mit ihr/ihm sondern ausschließlich mit uns selbst zu tun hat.

Hier kann die einfache innere Entscheidung des einen Partners, dass der jetzige Status quo ihr/ihm ausreicht, ohne es auszusprechen beim anderen Partner für trotziges Verhalten sorgen. Wir können immer davon ausgehen, dass bewusste Partner jeweils eine hoch entwickelte Intuition besitzen, die immer wirkt. Ist die Liebe tief und echt, kommen solche unausgesprochenen „Kleinigkeiten“ beim Partner an. Und sorgt für Aufregung, wenn ein „etwas mehr“ erwünscht ist.

Diese Aufregung ist der Trigger, der sofort angesehen werden darf. Ja, warum triggert es denn, wenn der Andere mit dem was derzeit IST völlig zufrieden ist. Ist es die innere Wahrheit, unausgesprochen, da bisher nicht gefühlt, dass es so bequem ist in diesem Status quo zu bleiben?

Hört sich dies anstrengend an?

Ich denke, dass es anstrengend sein kann. Es gehört eine Portion Mut und Kraft dazu, so zu leben. Es gehört eine Portion Humor und Selbstreflektion dazu. Und immer wieder das Zugeständnis nicht perfekt zu sein.

Ich selbst bin es gewöhnt, genau so mit meinem Leben umzugehen. Das heißt, ich lebe was ich fühle und arbeite mich noch tiefer und tiefer in mein Herz hinein um wirklich alles zu heilen. Andere Menschen können mich triggern, verletzen. So gehe ich immer in mich hinein, sobald ich etwas erlebe, was mich bewegt und setze es im Alltag sofort um. Ich könnte nicht anders leben, es ist mir in Fleisch und Blut übergegangen, wie dies so schön heißt.

Dieses „den anderen triggern“ ist sicherlich nicht immer gut auszuhalten und bedarf ein genaueres hinsehen bei uns selbst, ob wir damit ein innen verborgenes Thema aufdecken können.

Es kostet Kraft selbst in der Phase der Reflektion zu sein, selbst den inneren Schmerz der vom Partner ausgelöst wurde anzuerkennen und sich auf den Weg zu machen in die Tiefe des Herzens um dort wieder ein Stück Heilung auszulösen. Manchmal braucht es körperliche Kraft, endlose Tränen vom inneren Kind zu weinen, anzunehmen. Manchmal bricht Wut aus, dass wir uns genau dieses Leben ausgesucht hatten, dies gilt es ebenfalls auszuhalten, denn nur wenn wir die Gefühle zulassen, können die Gefühle aus unseren Vorleben und Vorgeschichten uns nicht mehr beeinflussen (in Handlungen, Entscheidungen). Einmal, nur einmal noch genau dieses Gefühl hoch kommen lassen.

Ja, es braucht eine unendliche innere Stärke die Partner in ihren Phasen des Heilwerdens zu erleben. Nichts beschönigen, sondern bei ihr/ihm zu belassen.

Dies ist die heilende Beziehung, die aktiv den Partnern Heilung ermöglicht. Die gelebte Liebe, bedingungslos. Dies ist für mich die „Hohe Kunst der heilen Beziehung“.

Namasté

Verena ❤

©Verena Sarda Hort

 

 

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